Teil der Story Das Bayerische Regiobahn Tagebuch

Die BRB kann technische Probleme

Nachdem den Sommer über bei der Bayerischen Regiobahn bzw. auf „meiner Strecke“ eigtl. alles relativ unspektakulär normal lief, glänzte die BRB letzte Woche mal wieder richtig – ich habe das Ganze entsprechend wie gewohnt in einer Mail zusammengefasst:

Liebe BRB,

gute 5 Monate ist es nun her seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe bzw. melden musste.
Falls sich jemand erinnert, ich bin immer noch der, der so gut wie jeden Werktag die Strecke Bobingen <-> Egling pendelt und euch ab und zu mal aus Kundensicht erzählt, was ihr anscheinend, zumindest mein Eindruck, nicht immer selbst mitbekommt.

Der Anlass diesmal: Ich wollte euch eigtl. nur kurz gratulieren.
Gratulieren dazu, dass ihr es letzte Woche an fast 3 Tagen hintereinander geschafft habt, wegen technischen Problemen eine Verspätung von, an 2 Tagen, über 60 Minuten zu generieren.
Der gleiche Zug, die gleiche Zeit, immer technische Probleme – das musst erst mal hinbekommen.

Mir ist durchaus bewusst, dass ihr nicht direkt selbst für jedes technische Problem verantwortlich seid.
In Egling am Bahnhof gibt es ja noch ein älteres manuell bedientes Stellwerk, deswegen dort auch Menschen, deswegen bekommt man dort so nebenbei beim Warten auch das ein oder andere mit.

Am Dienstag, 20.09.2016, fing es an – Zeitraum übrigens immer zwischen 17:00 und 18:00, ich will Richtung Augsburg, also geht es hier immer um die BRB86542 und/oder BRB86544 – „Weichenstörung“ hab ich vernommen.
Am Mittwoch ging es dann weiter, an diesem Tag hörte man „Lockschaden“.
Am Donnerstag war es nicht ganz so extrem, es wurde über „Bremsschaden“ gesprochen.

Ergebnis war für mich somit, dass ich an 2 Tagen über 1 Stunde später wie gedacht zu Hause war, an einem Tag dann knapp 30 Min. später – danke.

Zurück gibt es natürlich nichts, denn ab 60 Min. Verspätung sind ja nur 25% des Fahrpreises Erstattungsfähig, 25% von einer durchschnittlichen Fahrt im Nahverkehr mit BahnCard 50 sind so gut wie immer weniger als 4 EUR, und weniger als 4 EUR werden ja nicht ausbezahlt, weil alles unter 2 Stunden Verspätung schenk ich euch, bin ja so nett – zumindest erzählen mir das ja so immer wieder die aktuellen Fahrgastrechte.

Versteht mich nicht falsch, wie oben schon gesagt, ist mir durchaus bewusst, dass nicht jedes technisches Problem eure Schuld ist und auch die Fahrgastrechte sind sicher nicht direkt von euch gemacht. Allerdings bekommt man als Vielfahrer ja schon mit, dass es immer mal wieder Probleme direkt mit euren Fahrzeugen gibt. Und dann halt noch 3 Tage hintereinander, die gleiche Strecke, die gleiche Verbindung, vermutlich der gleiche Zug – ich habe ja für ziemlich viel Verständnis und bin einiges gewohnt, bin aber auf der anderen Seite auch selbst im technischen Bereich tätig und damit ebenfalls verantwortlich für das Funktionieren von technischen Komponenten und habe vielleicht gerade deswegen absolut kein Verständnis für technische Probleme, noch weniger, wenn diese dann auch noch mehrere Tage hintereinander immer wieder an derselben Stelle auftreten.

Auch habe ich in meinem Beruf Kundenkontakt. Und wenn mein Kunde 3 Tage hintereinander wegen meiner (oder indirekt von mir benutzter) Technik immer zur gleichen Zeit massiv eingeschränkt ist, dann würde ich mich mindestens sehr erkenntlich zeigen um einfach die Kundenbeziehung nicht zu beeinträchtigen.

Das wollte ich nur mal wieder loswerden, nur so als Anregung, wie schon gesagt, bin ich insgesamt auf das ganze Jahr gesehen zufrieden, allerdings ist bei euch das Ding mit der Informationsweitergabe vor allem in Störungssituationen einfach nach wie vor schlecht und definitiv schlechter wie bei den Kollegen der DB…

Bis demnächst, viele Grüße,
Bernd Bestel

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