Teil der Story Mein Netzwerk

Speicherplatz – Meine Lösung für viel, aber günstig

Ein USB-Plattenhaufen für Backups und Medien

So nach den Jahren sammelt sich so ganz schön was an Daten an. Auch schon seit Jahren hab ich für „die großen Sachen“, bei denen es nicht so sehr auf Performance ankommt, eine relativ praktikable Lösung. Ich achte ja immer auf Preis-Leistung, gebe für Qualtiät/Performance aber auch mal gerne etwas mehr aus, wenn ich diese denn auch benötige.

Bei (Onsite-)Backups und vor allem Mediendateien, ist Performance eher nebensächlich, aber es darf gerne viel Speicherplatz sein, der am besten bei Bedarf auch noch ohne große Umstruktierung erweiterbar ist.

Mein aktueller Bedarf dafür liegt bei ~14 TB. Wie in anderen Beiträgen zur Story „Mein Netzwerk“ zu lesen, betreibe ich Zuhause eh 2 phyisikalische Maschinen 24/7. Die einfachste Variante wäre, neben einem oder mehreren NAS-System sicher, einfach möglichst viele Platten in diese Server packen. Aber es geht auch noch günstiger, wenn einem Performance nicht ganz so wichtig ist.

Die Festplatten

Die Hardware besteht ausschließlich aus 2,5 Zoll USB-Festplatten. Vorteil ist hier vor allem der Stromverbrauch, aktuell werden 7 Platten an zwei aktiven USB 3.0 Hubs betrieben. Wenn es mal wieder eine neue Platte braucht, kaufe ich in der Regel einfach den aktuellen Bestseller bei Amazon.de mit dem besten „Preis pro GB“-Verhältnis. Aktuell bzw. zuletzt war das die „Seagate Expansion Portable auf Amazon.de“ mit 4 TB, es sind aber auch 4 Jahre alte 2 TB Platten noch im Betrieb.

Auch sagt man 2,5 Zoll Platten ja nach, dass diese langlebiger sind. Mir ist bisher noch keine kaputt gegangen, trotzdem wurden zwei 1 TB Platten mal durch neuere ersetzt. Die älteste aktuell benutzte Festplatte hat 27161 Betriebsstunden, also knapp über 3 Jahre, auf dem Buckel.

Drive Pooling & Redundanz

Ich nutze den Speicher ausschließlich für Backups und als Ablage für Medien, also Filme, Serien und Software. Irgendwie zu organisieren, was jetzt auf welcher der 7 Platten gerade abgelegt ist, wäre zwiemlich umständlich.

Deswegen sind alle Platten zuerst einmal in einem großen logischen Laufwerk zusammengefasst – das mache ich mit Drive Bender.

Vorteil ggü. den „Windows Storage Spaces“ ist z. B., das Drive Bender völlig transparent einfach beliebige vorhandene Festplatten und auch Netzwerk-Shares als ein großes Laufwerk zusammenfasst.

Tatsächlich ist das „große Laufwerk“ tatsächlich nur eine Sicht auf alle anderen, gleiche Ordner bzw. Pfade auf verschiedenen Platten werden als einer dargestellt, also zusammengefasst. Das Ganze braucht einen aber eigtl. nicht kümmern, denn man kann das Pool-Laufwerk einfach ganz normale benutzen, nach diveresen Regeln wird die entsprechende Datei dann von der richtigen eigentlichen Platte gelesen bzw. dort abgelegt.

Schöne Zusatzfunktion von Drive Bender ist ein Art RAID1 pro Ordner. Heißt, man kann pro Ordner eine Duplizierung einschalten, was bewirkt, dass Inhalte in diesem Ordner immer auf 2 physikalischen Platten abgelegt werden.

Für Backups brauche ich sowas nicht, aber für den Medien-Teil habe ich das aktiv, sodass bei einem Plattenausfall nicht gleich x TB verloren sind.

Auch ein Vorteil gegenüber anderen Lösungen ist, dass sich Drive Bender wirlich mit jedem Laufwerk zurechtfindet, dass Windows auch lesen kann. Ich habe z. B. jede USB-Platte noch mit VeraCrypt vollverschlüsselt – läuft auch ohne Probleme.

Fällt nun eine Platte aus, bleibt das Pool-Laufwerk weiter intakt, alles, was auf der ausgefallenen Platte lag, ist halt einfach nicht mehr sichtbar. Optional kann für diesen Fall auch der komplette Pool „offline geschaltet“ werden, was oft besser ist, da diverse Software dann vll. „denkt“, dass die entsprechenden Dateien gelöscht wurden.

Wird der Speicher zu knapp, nimmt man einfach einen neue Platte in den Verbund auf – fertig.

Kosten

Habe extra eben mal kurz alle allle Rechnungen der USB-Platten durchgeschaut. Die 7 sich aktuell im Einsatz befindlichen Platten haben insgesamt 814 EUR gekostet. Dazu kommen noch 55 EUR für die USB-Hubs und großzügig umgerechnete 10 EUR für die Drive Bender Lizenz.

Komme ich also auf ca. 879 EUR, dafür bekomme ich geschätzt gerade mal ein vernünftiges 8-bay NAS, ohne Platten.

Performance

Der Durchsatz ist mir für diesen Anwendungszweck eigtl. unwichtig, trotzdem soll es jetzt natürlich nicht völlig lahm sein. Ich habe noch nie bemerkt – noch nie ist vll. übertrieben, seit dem neuen Serverboard, ein ASUS N3150I-C, – dass etwas total langsam wäre.

Konkret liegt der Schreibdurchsatz bei ~80 MB/s. Die Duplizierung erfolgt als Hintergrund-Job, sodass hier kein Unterschied besteht.

Bei mir geht einiges an Performance sicher auch noch durch die Verschlüsselung und nicht zuletzt die USB-Hubs drauf, ich kann mich aber echt nicht beklagen. Mein unterstes Limit war einfach immer nur, dass eine durchschnittliche Full-HD Mediendatei flüssig gestreamt werden kann, aktuell laufen auch locker 5 parallele Streams ohne Einschränkungen.

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